Bitcoin Games – Wie können Spieleentwickler von Bitcoin profitieren?

Status Quo in der Online-Spiele-Welt: Schwierige Bedingungen für kleinere Anbieter

Wer heutzutage Online spielen möchte, hat in der Regel folgende Möglichkeiten:

  • im Apple App- bzw. Google Play-Store ein Spiel auf sein Smartphone laden
  • auf einem Spielportale Browser-Games spielen
  • auf dem Computer (PC Game) oder der Spielkonsole per Download ein Spiel installieren

Für einen Spieleentwickler stellt sich also die Frage, wie er das eigene Spiel bestmöglich vermarktet und verkauft.

Um in den App-Stores gelistet zu werden, muss das Spiel von dem App-Store erst einmal geprüft und freigegeben werden. Gelingt das, nehmen die App-Stores bis zu 30% von den getätigten Spielumsätzen als Vertriebsprovision. Ähnlich verhält es sich bei den Browsergames, wenn es darum geht, sie auf einem der Spieleportale unterzubringen.

Und selbst wenn es kleineren und (noch) unbekannten Entwicklern tatsächlich gelingt, ihre Spiele in den App-Stores oder Browser-Games-Portalen unterzubringen, heißt das noch lange nicht, dass sie damit auch wirklich Geld verdienen: Der Wettbewerb in den Stores und Portalen ist hart, und nur die populärsten Games erzeugen relevante Umsätze.

Außerhalb der App-Stores und Portale sind die Aussichten für Spieleentwickler geradezu düster. Will ein Spielentwickler etwa sein Spiel selber vermarkten und auf einer eigenen Webseite verkaufen, in-Game-Verkäufe anbieten oder gar einen Wetteinsätze annehmen, steht er vor praktisch unüberwindbaren Hürden. Die Anbieter der üblichen Bezahlmethoden Kreditkarte, PayPal oder Online-Überweisung sehen Spieleanbieter üblicherweise kritisch. Entsprechend hoch sind die Restriktionen für Spieleanbieter:

  • Da der Spieleinsatz in der Regel wenige Cent beträgt, würden alleine die Paymentkosten den Spieleinsatz bereits übersteigen: Die aktuellen Bezahlmethoden sind für die Abrechnung von Kleinstbeträgen (Micropayment) nicht geeignet!
  • Andere Bezahlmethoden sind wiederum nur in einigen wenigen Ländern verfügbar.
  • Kleinere Unternehmen oder Selbständige Entwickler erhalten meist gar nicht (oder nur sehr schwer) einen Kreditkartenakzeptanzvertrag, um Kreditkartenzahlungen zu akzeptieren.
  • PayPal gestattet zwar unproblematisch die Bezahlung physischer Güter – digitale Güter wie Software oder Zahlungen für einen Spieleinsatz sind hingegen grundsätzlich nicht gestattet.
  • Hinzu kommen Zahlungsausfallrisiken durch etwaige Rückbelastungen (Chargeback) einzelner Nutzer.
  • Last, but NOT least erlauben die genannten Bezahlmethoden grundsätzlich keine Auszahlungen (z.B. Gewinne, Gutschriften oder Provisionen) an die Spieler

Kurz gesagt:

Für kleinere, unabhängige Anbieter von Spielen für PC und Smartphone sind die Hürden für eine Monetarisierung ihrer Spiele sehr hoch, da die gängigen Bezahlmethoden für ihre Anforderungen nicht wirklich geeignet sind.

 

Bitcoins – Attraktive alternative Bezahlmethode für Spieleanbieter

Fehlende geeignete Bezahlmethoden hemmten bislang die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Gamesbereich.

Hier kommen Bitcoins ins Spiel: Mit Bitcoins ergeben sich gerade für die zahlreichen kleineren und unbekannteren Spieleentwickler ganz neue Möglichkeiten, mit ihren Spielen Geld zu verdienen:

Das Entwickeln von Bitcoin Spielen bietet gerade für Independent-Spieleentwickler ein enormes Potential. Doch entstehen mittlerweile auch Agenturen, die sich auf die Entwicklung von Bitcoin Spielen spezialisieren. Besonders viel tut sich im Bereich von Spielen für Android-Smartphones, die auf Google Play angeboten werden.

Die ersten Anbieter im Gamesbereich kommen aus dem Bereich der Casino-Games mit Spielen wie Roulette, Dice oder Slots, welche man aus den Online-Casinos bereits kennt.

Diese bereits angebotenen Bitcoin-Games unterteilen sich in Casino-Games oder Geschicklichkeits-Spiele. Alle Spiele haben gemeinsam, dass um einen kleinen Bitcoin-Einsatz gespielt wird. Die Nachteile der „traditionellen“ Bezahlmethoden Kreditkarte, Direktüberweisung kennt Bitcoin nicht:

  • Bitcoin ist eine weltweit verfügbare Bezahlmethode.
  • Kleinstbeträge (Micropayment) von wenigen Cent können bezahlt werden*.
  • Geringe Kosten für den Zahlungsverkehr ermöglichen größere Margen und somit das Angebot attraktiverer Spiele
  • Händler jeglicher Unternehmensgröße können Bitcoin-Zahlungen annehmen.
  • Es gibt keinerlei (!!!) Rückbelastungsrisiko
  • Ein- und Auszahlungen sind per Bitcoin ebenfalls problemlos möglich

Es ist daher kein Wunder, dass langsam, aber sicher immer mehr neue und eigenständige Spielkonzepte entstehen, welche die individuellen Vorteile von Bitcoin geschickt aufgreifen und gezielt nutzen, um mit Spielangeboten weltweit Umsätze zu generieren.

Wie funktionieren Spiele auf Bitcoin-Basis?

Bei einer Zahlung von Bitcoin ist wegen des fehlenden Rückbelastungsrisikos und der einfachen 1-Click-Bezahlung ein umständlicher Kundenregistrierungsprozess nicht mehr erforderlich. Entsprechend wird von den Anbietern darauf verzichtet.

Der Spieler begibt sich auf die Spieleseite und bekommt einen Spielernamen (=Accountname) zugewiesen. Dieser Accountname kann geändert und optional für einen späteren erneuten Besuch per Passwort geschützt oder auch mit einer Email-Adresse versehen werden.

Ansonsten bekommt der Spieler ein paar Bitcoins als Spieleinsatz geschenkt oder kann sein Spielkonto mit eigenen Bitcoins aufladen.

Über dieses Spielekonto werden die Spieleinsätze bzw. Gewinne verrechnet und können so jederzeit von dem Spieler auf seine eigene Bitcoin-Adresse zurück übertragen werden.

Bitcoin Payment ermöglicht insbesondere Independent-Spieleentwicklern, neue Geschäftsmodelle und Vermarktungspotentiale zu entwickeln.

* Update Januar 2018: Durch den Anstieg des Bitcoinkurses und den damit verbundenen Ansteigen der Transaktionsgebühren für eine Bitcoin Zahlung, sind Microzahlungen zur Zeit nicht sinnvoll. Es gibt andere Kryptobezahlmethoden, welche eine entsprechende Alternative darstellen. Große Hoffnungen wird auf Bitcoin Lightning gesetzt, was im Laufe des Jahres 2018 eingeführt werden soll. Erste Livetransaktionen liefern vielversprechende Ansätze.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.